Die Koffersprache - LouisVuitton.com
„Zeig mir deinen Koffer und ich sage dir, wer du bist!“ las man 1921 auf den Werbeplakaten von Louis Vuitton. Da unsere Koffer mit uns reisen, werden sie zu einem Souvenir der Reisen, auf die wir uns begeben und davon, wie wir diese unternehmen. Von der letzten Jahrhundertwende an bis 1960 sprachen die Koffer sogar eine noch deutlichere Sprache als heute, indem sie sich das umfassende Vokabular der bunten Hotel-Aufkleber aneigneten, die von den Hotels selbst als Werbung auf die Koffer ihrer Kunden geklebt wurden. Diese Hotel-Aufkleber wurden berühmt und inspirierten schließlich den Mythos einer geheimen Koffersprache der Portiere und Pagen in ganz Europa. Man glaubte, dass die Position eines dieser Werbe-Sticker verriet, wie großzügig es der Kofferinhaber mit Trinkgeld hielt und ob es sich um einen erfahrenen Reisenden handelte oder nicht. Diese Vermutung war nicht ganz unbegründet. Schließlich versicherte sich ein Liebespaar damals seiner Gefühle unter den Augen der ahnungslosen Verwandten durch die Anordnung der Briefmarke auf dem Umschlag einer scheinbar harmlosen Korrespondenz. Gaston Louis Vuitton, der Enkel von Louis, besaß eine private Sammlung von über 3.000 Hotel-Stickern, die er gerne liebevoll als Mini-Poster bezeichnete. Gaston war es, der die Wahrheit über die besagte „Koffersprache“ ans Licht brachte, indem er erklärte, dass die Kommunikation in Wirklichkeit über unauffällige Kreidemarkierungen in Form von Linien und Kreisen in den Ecken der Koffer und Kisten erfolgte und nicht anhand der Hotel-Aufkleber. Der Wahrheit hinter dieser versteckten Kommunikation zum Trotz lassen uns diese Aufkleber heute in nostalgischen Erinnerungen an die einstige Art des Reisens schwelgen und sind gleichzeitig eine Hommage an einige der besten Hotels der Welt.
2011-10-25T14:37:48.897Z Vor kurzem lancierte Louis Vuitton in einer Sammlerbox 30 Hotel-Logos und -Postkarten, die zuvor sorgfältig aus der 3.000 Stück umfassenden Privatsammlung von Gaston-Louis ausgewählt worden waren.
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